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Schulprojekte
Seit vielen Jahren unterstütze ich gemeinsam
mit Freunden und Bekannten Schulen in ländlichen Gegenden der
Hochanden. Alles begann 1988. Während einer Trekking Tour durch
die Urubamba Kordillere in den südöstlichen Anden Perus, im
Departement Cusco, war ich sehr überrascht, in entlegenen
Dörfern kleine Grundschulen vorzufinden, an denen jedoch
erschreckend einfache Unterrichtsbedingungen herrschten. Viele
Schulkinder besaßen noch nicht einmal ein Schulheft oder einen
Stift, geschweige denn Bücher.
Die Bewohner der Hochanden sind
Selbstversorger und müssen ihre geringen Ernteüberschüsse gegen
Produkte eintauschen, die sie nicht selbst anbauen oder erzeugen
können. Sie verfügen über wenig Bargeld, und Schulmaterial ist
in ihrem spärlichen Budget nicht vorgesehen. Doch auch in den
einsamen Gebieten der Anden Perus ändern sich die
Lebensbedingungen unaufhaltsam. Wenn die Kinder heute nicht
Lesen, Schreiben und Rechnen lernen, werden sie, wenn sie einmal
die abgelegenen Täler verlassen, einer oftmals rücksichtslosen
Willkür derer ausgesetzt sein, die eine bessere Ausbildung
genossen haben.
So entschloss ich mich, ein Projekt zur
generellen Verbesserung der Lernbedingungen an einzelnen
Dorfschulen ins Leben zu rufen. Waren es anfangs nur kleine
Mengen an Schulmaterial, wie Hefte, Stifte, Bild- und
Bastelmaterial, so konnten wir schon bald die ersten Schulbücher
kaufen.
Es war nicht schwierig, Reiseteilnehmer,
Freunde und Bekannte davon zu überzeugen, daß wir den
Schulkindern in entlegenen Andendörfern wie z.B. in der Urubamba
Kordillere unbürokratisch und direkt helfen können.
Auf Grund der finanziellen Unterstützung
vieler Helferinnen und Helfer war es zudem möglich, verschiedene
Schulausflüge für die Kinder zu organisieren. So besuchten die
Kinder aus den Ortschaften Quishuarani und Cuncani die alte
Inkahauptstadt Cusco und hatten erstmals in ihrem Leben
Gelegenheit die Inka-Kultur, also die kulturellen
Hinterlassenschaften ihrer Vorfahren kennen zu lernen. Wenn man
heute noch von Nachfahren der Inka sprechen kann, dann sind dies
sicherlich die indianischen Bewohner der abgelegenen Dörfer der
Hochanden. Es wäre eine irreparable Entfremdung von der eigenen
Kultur, wenn die Nachfahren der frühen Peruaner keine Chance
bekämen, die sagenhafte Hochkultur ihrer Vorfahren kennen zu
lernen. Die Schulausflüge lösen bei den Kindern eine
unbeschreibliche Freude aus und ermöglichen ihnen, wichtige
Lebenserfahrungen außerhalb ihres vertrauten Umfelds zu sammeln.
Die Auswahl des Schulmaterials findet in
direkter Absprache mit den Lehrern und den Autoritäten der
einzelnen Andendörfer statt. Die Übergabe ist transparent und
bietet so keinem der Beteiligten die Möglichkeit zu Missbrauch
oder persönlicher Bereicherung. Zum Transport des Schulmaterials
in die entlegenen Winkel der Anden tragen die Hochlandbauern
tatkräftig bei, indem sie Lasttiere und Helfer bereitstellen.
In Zukunft soll versucht werden, an einzelnen
Schulen kleine Bibliotheken einzurichten, damit die neu
erlernten Kenntnisse auch angewendet werden können. Wer lernt
schon gerne Lesen und Schreiben, wenn es im ganzen Ort keine
spannende Lektüre gibt. Da wir uns bei HANE Tours einem
verantwortungsbewussten Ökotourismus verpflichtet fühlen, kommen
von jeder bei HANE Tours gebuchten Reise 50 US$ einem
Schulprojekt zu Gute.
Sollten Sie mehr über die Unterstützung
dieser abgelegenen Dorfschulen und Schulprojekte in den
Hochtälern der südlichen Anden Perus wissen wollen, schreiben
Sie mir eine Email, und ich nehme gerne Kontakt mit Ihnen auf.
Ihr Günter M. Hane.
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